
Die andere Seite der Vergiftung
Über „Toxic Positivity“ wird zurecht viel gesprochen, aber was ist mit ihrem weniger beachteten Gegenstück?
Mit dieser Frage setzt sich der Essay „Die andere Seite der Vergiftung: Toxic Negativity in der Führung“ auseinander. Warum wiegen chronisches Klagen, Zynismus und destruktive Kritik in Führungskulturen mindestens ebenso schwer wie erzwungener Optimismus?
Darin u. a.:
- Warum eine einzelne abwertende Bemerkung psychologisch schwerer wiegt als mehrere positive Rückmeldungen (Negativitätsverzerrung nach Baumeister et al.).
- Wie sich negative Stimmungen von Führungskräften besonders stark auf Teams übertragen (emotionale Ansteckung nach Barsade).
- Warum chronische Pauschalkritik in erlernte Hilflosigkeit führt und Eigeninitiative erstickt.
- Wo genau konstruktive Kritik in Toxizität kippt.
- Warum weder erzwungene Positivität noch chronische Negativität ein tragfähiges Führungsleitbild sind.Den vollständigen Essay gibt’s hier: https://icf-institut.de/toxic-negativity/

Neues Highlight im Advent-Verlag: „Daily Leadership Snacks“
Das Menetekel unserer Zeit steht längst geschrieben, doch es leuchtet nicht mehr an Palastwänden, sondern in den Oberflächen unserer Bildschirme, in den Rhetoriken unserer Selbstinszenierung und in den stillen Verschiebungen unseres Wirklichkeitsbewusstseins. Der Mensch begegnet sich heute vor allem als Bild: als kuratierte Version seiner selbst, als Projekt, das es zu optimieren, zu vermarkten, zu glorifizieren gilt. Narzissmus ist unter diesen Bedingungen nicht mehr bloß eine individuelle Charakterverirrung, sondern die schweigende Grundhaltung einer Epoche, die das Ich zur obersten Instanz erhebt. Das Subjekt kniet nicht mehr vor einem Gott, sondern vor seinem eigenen Spiegelbild – und hält dies für einen Akt der Befreiung.






