Negative Effekte von Affirmationen in der Führungskräfteentwicklung
In der Führungskräfteentwicklung gilt positives Denken fast als Dogma. Doch was, wenn Affirmationen genau denjenigen schaden, die sie eigentlich stärken sollen?
Der neue Essay „Die Kehrseite der Positivität” geht dieser Frage nach und erörtert, warum plakative Selbstaussagen wie „Ich bin eine starke Führungspersönlichkeit” bei unsicheren Führungskräften oft das Gegenteil bewirken. Zudem untersucht der Autor, wie eine Kultur der erzwungenen Positivität kritisches Feedback, Vertrauen und Innovationsfähigkeit im Unternehmen untergräbt.
Darin u. a.:
- Was die Forschung von Wood et al. (2009) zu „positive self-statements” wirklich zeigt,
- warum Affirmation und Selbstbestätigung (Self-Affirmation Theory) oft verwechselt werden,
- wie „Toxic Positivity” Führungskulturen von innen aushöhlt,
- was stattdessen wirkt: wertebasierte Selbstreflexion statt Mantras.
Den vollständigen Essay finden Sie in meinem Kursheft „Die Lüge vom positiven Denken“ (ISBN 978-3-9827927-2-9): https://kursheft02.icf-institut.de/
Neues Highlight im Advent-Verlag: „Daily Leadership Snacks“
Das Menetekel unserer Zeit steht längst geschrieben, doch es leuchtet nicht mehr an Palastwänden, sondern in den Oberflächen unserer Bildschirme, in den Rhetoriken unserer Selbstinszenierung und in den stillen Verschiebungen unseres Wirklichkeitsbewusstseins. Der Mensch begegnet sich heute vor allem als Bild: als kuratierte Version seiner selbst, als Projekt, das es zu optimieren, zu vermarkten, zu glorifizieren gilt. Narzissmus ist unter diesen Bedingungen nicht mehr bloß eine individuelle Charakterverirrung, sondern die schweigende Grundhaltung einer Epoche, die das Ich zur obersten Instanz erhebt. Das Subjekt kniet nicht mehr vor einem Gott, sondern vor seinem eigenen Spiegelbild – und hält dies für einen Akt der Befreiung.










